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Arbeitsvertrag befristet

Für einen befristeten Arbeitsvertrag greift das Gesetzt über Teilzeitarbeit und befristete Arbeitsverträge (TzBfG). Hier wurde festgehalten, dass die Dauer des Arbeitsverhältnisses zeitlich festgelegt werden kann. Das Arbeitsverhältnis endet nach dieser Zeit automatisch, sofern keine Verlängerung vorgenommen wird.

Es gibt zwei Formen des befristeten Arbeitsvertrages. Zum einen die Befristung ohne einen sachlichen Grund und die Befristung mit einem sachlichen Grund.

1. Ohne sachlichen Grund

Die Zeitdauer kann für eine Zeit zwischen einen Tag und zwei Jahren befristet werden. Eine Verlängerung dieser Fristen kann bis zu 3 Mal erfolgen und wird als Kettenbefristung bezeichnet, jedoch darf die maximale Dauer von 2 Jahren nicht überschritten werden. Nach den zwei Jahren ist das Arbeitsverhältnis beendet, es sei denn, es wird in eine Festanstellung umgewandelt. Es gilt hierbei jedoch zu berücksichtigen, dass vor diesem Arbeitsvertrag kein unbefristetes noch ein befristetes Arbeitsverhältnis bestanden haben darf (Anschlussverbot). Es ist dabei unerheblich, wie lang der Zeitraum zwischen alter und neuer Beschäftigung liegt.

Bei einer Neugründung eines Unternehmens gibt es eine Ausnahme zu beachten. Innerhalb der ersten vier Jahre kann die Anstellung auf maximal 4 Jahre befristet werden. In diese Zeit ist es möglich, diese Verträge immer wieder zu verlängern, jedoch nur maximal wieder auf vier Jahre begrenzt. Bei einer rechtlichen Umstrukturierung liegt keine Neugründung vor.

Arbeitnehmer, die bei Beginn eines befristeten Arbeitsvertrages mindestens 52 Jahre alt sind, gibt es eine weitere Regel zu beachten. Diese können bis zu maximal fünf Jahre eine befristete Anstellung bekommen. In dieser Zeit kann der Vertrag immer wieder verlängert werden. Voraussetzung hierfür ist, dass der Arbeitnehmer vor der Beschäftigung mindestens vier Monate lang arbeitslos war bzw. an einer geförderten Bildungsmaßnahme teilgenommen hat. Ein 1 Euro Job ist ebenfalls anerkannt.

2. Mit sachlichen Grund

Ein sachlicher Grund liegt dann vor, wenn ein Unternehmen vorübergehend Mitarbeiter benötigt. Das kann Aufgrund von Krankheit, einem größeren Projekt, Schwangerschaft, Elternzeit oder anderen Verhinderungen sein. Für diese Zeit wird eine Vertretung gesucht.

Ebenso liegt ein sachlicher Grund vor, wenn man nach einer Ausbildung oder einem Studium der Übergang in die Anschlussbeschäftigung erleichtert werden soll. Studenten erhalten oft auch nur einen befristeten Arbeitsvertrag, da diese meist als Werkstudenten während ihrem Studium arbeiten möchten.

Möchte man den Mitarbeiter länger als bei der Probezeit von drei Monaten testen, kann man dies als sachlichen Grund ansehen.

Der befristete Arbeitsvertrag kann mindestens einen Tag und bis zu 2 Jahre dauern. Ebenso besteht hier die Möglichkeit diesen dreimal zu verlängern, sodass sich eine maximale Anstellungsdauer von 8 Jahren ergibt.

Der Arbeitgeber hat die Möglichkeit mit seinem Arbeitnehmer einen befristeten Arbeitsvertrag mit oder ohne Angabe eines sachlichen Grundes zu vereinbaren. Bei Projekten oder zur vorübergehenden Vertretung eines Mitarbeiters, besteht ein berechtigter Bedarf und somit ein Grund für eine befristete Arbeitsleistung.

Nach einer Ausbildung oder einem Studium folgt oft zunächst ein befristeter Arbeitsvertrag, der als verlängerte Probezeit den Übergang in eine Anschlussbeschäftigung vorbereitet. Die Befristung kann einen Tag und bis zu zwei Jahren dauern und ist bis zu drei Mal mit jeweils bis zu zwei Jahren verlängerbar. Dadurch ergibt sich eine Anstellungsdauer von maximal acht Jahren. Der sachliche Grund zur Verlängerung kann jedes Mal ein anderer sein. Die Verlängerung muss Rechtzeitig vor Auslaufen der Befristung schriftlich durch Unterschrift von Arbeitgeber (AG) und Arbeitnehmer (AN) vorgenommen werden. Bei nur mündlich getroffenen Vereinbarungen wird ein unbefristetes Arbeitsverhältnis begründet.Selbiges gilt auch wenn das Arbeitsverhältnis über den Beendigungszeitpunkt hinaus fortgesetzt wird und der Arbeitgeber dies weis, gilt das Arbeitsverhältnis als unbefristet verlängert. In diesem Fall muss Der Arbeitgeber unverzüglich widersprechen.

Rechte und Pflichten befristeter Arbeitsvertrag

Für befristete Arbeitsverträge gelten die gleichen Anrechte auf Urlaub, Teilzeit, Weiterbildung, Überstunden und Weihnachtsgeld wie bei unbefristeten Arbeitsverträgen. Genauso werden die Sozialversicherungsbeiträge entsprechend gleich gezahlt. Die Zeitdauer für die Befristung eines Arbeitsvertrags ohne sachlichen Grund, darf einen Tag und maximal zwei Jahre betragen. Auch ein befristeter Arbeitsvertrag ohne sachlichen Grund, kann bis zu drei Mal verlängert werden, wobei hier allerdings eine Maximaldauer von insgesamt zwei Jahren gilt. Danach kann das Arbeitsverhältnis nur durch eine Festanstellung aufrecht erhalten werden. Zu berücksichtigen ist dabei das Anschlussverbot. Vor einem befristeten Arbeitsverhältnis darf weder ein unbefristeter noch ein befristeter Arbeitsvertrag bestanden haben. Dabei ist der Zeitraum zwischen einem alten Arbeitsverhältnis und einem befristeten Arbeitsvertrag unerheblich. Auch ein Probearbeitsverhältnis gilt als befristeter Arbeitsvertrag. Möchte der Arbeitgeber den Mitarbeiter nach Vertragsende weiterhin beschäftigen, muss er einen neuen Vertrag aufsetzen. Im Gesetz über Teilzeitarbeit und befristete Arbeitsverträge sind die Grundlagen für befristete Arbeitsverträge festgelegt. Die Dauer des Arbeitsverhältnisses kann zeitlich festgelegt werden oder sich auf das Erreichen eines bestimmten Zwecks beziehen. Ein befristeter Arbeitsvertrag endet immer automatisch nach Ablauf der vereinbarten Dauer.

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