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Kapital Unternehmen

Unternehmen können sich Kapital von Eigentümern oder von Kreditgebern beschaffen

In den letzten Wochen berichten Tageszeitungen und die Wirtschaftsmagazine davon, dass die Unternehmen sich vermehrt Kapital über die Herausgabe von Unternehmensanleihen beschaffen. Nur die wenigsten sind mit der Welt der festverzinslichen Wertpapiere im Bereich der Unternehmen vertraut, was willkommener Anlass für uns ist, das Themenfeld der Kapitalbeschaffung von Unternehmen näher zu beleuchten. Grundsätzlich kann Kapital von Eigentümern bzw. Gesellschaftern beschafft werden oder auch von externen Fremdkapitalgebern!

Die Varianten bei der Finanzierung durch die Eigentümer

Bei der Finanzierung durch die Eigentümer gibt es verschiedene Varianten: Einerseits gibt es die relativ schwerfällige Rechtsform der GmbH. Bei dieser wird ein Gesellschaftsvertrag angefertigt und die entsprechenden Einzahlungen werden geleistet. Allerdings haben diese GmbH-Anteile keine Wertpapierkennnummer und werden deshalb auch nicht an der Börse gehandelt. Die Eigentümer stellen dem Unternehmen das Eigenkapital langfristig zur Verfügung. Sie bekommen damit Kontroll- und Mitentscheidungsrechte im Unternehmen. Eine andere Variante der Finanzierung ist die Ausgabe von Aktien. Diese sind bei der Rechtsform einer Aktiengesellschaft zu finden und bedeuten jeweils ein Stimmrecht pro Aktie. Dabei wird zum Zeitpunkt der Herausgabe der Aktien Kapital in das Unternehmen eingezahlt. Möchte der Anteilseigner die Aktie weiterverkaufen, so braucht er keinerlei Zustimmung von der Gesellschafterversammlung – hier Hauptversammlung genannt – sondern bietet diese Anteile über die Bank und die Börse an. Die Anteile werden dann direkt vom “alten” zum “neuen” Eigentümer gebucht, die Anzahl der ausstehenden Aktien verändert sich nicht. Andere Varianten sind die Einbringung von Sachwerten wie beispielsweise Fahrzeugen, Grundstücken und Patenten.

Finanzierung durch Fremdkapital

Viel häufiger ist aber die Unternehmensfinanzierung durch Fremdkapital zu finden. Diese kann ganz unterschiedliche Formen annehmen. Dies beginnt bei einem Soll-Saldo – einer Kontoüberziehung des Firmenkontos – auf der kurzfristigen Seite und setzt sich mit längerfristig orientierten Finanzierungen, Betriebsmittelkrediten oder auch langfristigen Finanzierungen fort. Wesentliches Merkmal dabei ist, dass die Kreditgeber keinerlei Eigentumsrechte erhalten. Dies ist auch der Grund dafür, dass die Banken und Kreditgeber das Unternehmen gründlich darauf prüfen, ob es eine Rückzahlungswahrscheinlichkeit gibt. Wenn das Unternehmen zahlungsfähig ist, dann zahlt es ganz unabhängig vom eigenen Gewinn die vereinbarten Zinsen und Monatsraten zurück. Weitere wesentliche Möglichkeiten von einem guten Geschäftsverlauf zu profitieren gibt es nicht.

In den letzten Jahren ist auch die Ausgabe von festverzinslichen Wertpapieren durch die Unternehmen forciert worden. Dabei begibt das Unternehmen Festverzinsliche und verkauft diese an Investoren und Privatanleger weiter. Die Hoffnung dabei ist, sich wesentlich langfristiger zu finanzieren und sich von den Banken unabhängiger zu machen. Diese Art der Finanzierung ist bei vielen multinationalen Konzernen zu finden, in letzter Zeit machen aber auch Bäckereien, Schokoladefabriken oder Unternehmen der grünen Energieerzeugung davon regen Gebrauch. Im Gegensatz zu einer vom Gewinn des Unternehmens abhängigen Dividendenzahlung wie beim Eigenkapital bekommt der Anleger hier die vereinbarten Zinsen und bei Fälligkeit – hoffentlich – die Rückzahlung des vollen Nennbetrages.

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